Geschichte

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der Ortsgemeinde Gering

Gering wurde
1257
erstmals urkundlich als Girreke erwähnt.
Später  wurde  unser Ort auch Girniche,
Gyrneke oder Jerrich genannt.

Gering gehörte im Alten Reich zu Kurtrier ( Amt Münster).

Im Distrikt „Heitsborner Höhe“ hat man 1907 durch Ausgrabungen
eine Wohnstätte der Steinzeit entdeckt.
1910 fand man in der Flur „Hohen Stall“
Scherben und Töpfe von Brandgräbem der Eisenzeit
und der Hallstattzeit, die heute in den
Museen Mayen, Köln und Bonn aufbewahrt werden. 

Unser Gebiet war in der Zeit vor Christi von Kelten
und später von den Germanen besiedelt.
Vom Beginn der Zeitrechnung dauerte die Herrschaft
der Römer etwa 500 Jahre.
An Gering führt eine alte Straße vorbei, die im Volksmund
„Welsche Straße“ oder „Römerstraße“ genannt wird.
Sie schlängelt sich durch die „Hohl“ und führt bis nach Monreal.
Zu Beginn des 9. Jhd., also zur Zeit Karls des Großen,
gehörte unsere Gegend zum Mayengau
im Herzogtum Mosellanien.

Als 1922 die Kapelle zum Heiligen Nikolaus abgerissen wurde,
fand man auf dem Altarstein den Namen „Mamertus“.
Mamertur war im 12 Jhd.  Bischof von Trier.
Um diese Zeit muss Gering schon bestanden haben.
Nach der Pfarrchronik von de Lorenzi ist in dem Testament des
Scholastikers Heinrich vom Stift zu Miinstermaifeld
auf dem „Mayenfeld“ aus dem Jahre 1257 die Rede
von der Filiale Girricke.
In der gleichen Chronik wird auch erzählt,
wie die Bewohner von Gering
im Jahre 1571
den Erzbischof Jakob von der Elz gebeten hatten,
dass künftig nicht mehr dreimal im Jahr Kirmes
mit Essen und Trinken gehalten werden solle,
sondern nur noch einmal.

Wie in ganz Deutschland, so brachte auch in unserer
Gegend der 30 jährige Krieg
große Veränderungen mit sich. Kaiserliche, Schweden,
Spanier und Deutsche verdrängten sich gegenseitig;
was die einen übrig ließen ‚ nahmen die anderen weg.

In den Jahren 1632-1636 lag der kaiserliche General Götz
mit seinen
Truppen im Amt Münstermaifeld in Quartier.
Gering hatte damals 17 Bürger. 
Nach der Einquartierung war die Zahl auf 5 herabgesunken.
Von 18 Pferden, 50 Kühen und 60 Schweinen blieben
nur je 2 im Stall zurück.
340 Schafe fielen vollkommen der Einquartierung zum Opfer.

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Viele Wegekreuze, die alle Jahreszahlen nach 1648 tragen,
wurden wahrscheinlich aus Dankbarkeit zu Gott errichtet,
dass diese schreckliche Zeit endlich  ihr Ende fand. 

Das 17. und 18. Jhd. waren nochmals vom Grauen erfüllt. 
Im Aberglauben wurden Frauen nach peinlichem Verhör
und schwerer Folter
auf dem Scheiterhaufen als „Hexen“ verbrannt.

Durch einen Hexenstein am „Schöpplöffel“ wollten sich
Geringer Bürger vor dem Hexenunwesen schützen. 

1778 wird die Zahl der Bürger noch mit 18 und einigen
Witwen angegeben.

Erst im 19. und 20. Jhd. stieg die Bevölkerungszahl
auf etwa 420 Seelen von heute.
Im Jahre 1862 wurde im Band von Gering im
Distrikt „Kuhstiefel“ von
Johann Durben aus Einig die
erste Schiefergrube eröffnet und betrieben. 

Seit dieser Zeit herrschte ein ziemlich reger Schieferabbau. 
Viele Einwohner fanden in diesen Schiefergruben ihren Verdienst.
In den Jahren 1871-1885 waren die Preise
für Schiefer recht hoch
und deshalb der Abbau in fünf Gruben möglich.

Später trat, wegen sinkender Preise,
eine Flaute ein sodass von den
5 nur noch 2 Schiefergruben betrieben werden konnten,
nämlich die von Christoph Schwab und Nikolaus Reichert. 

In den Jahren 1897 und 1898
stiegen die Preise für Schiefer um fast 50%;
entsprechend auch die Löhne der Arbeiter.
Die beiden Gruben wurden 1921 an die
Firma Dellhofen in Kehrig verkauft.
1953 wurde die letzte
Geringer Schiefergrube geschlossen.

Werfen wir einen Blick in die
letzten Jahrzehnte der Geschichte
von Gering
.

Die Einwohnerzahl stieg in den letzten
100 Jahren von
ca. 200 auf über 400 Bewohner.
Als kleine Gemeinde war Gering
eine der ersten auf dem Maifeld,
die schon 1958 eine Teilkanalisation
mit Kläranlage bauen ließen. 

1966 war mit dem Kanalbau in der
Elztalstraße der gesamte Ort kanalisiert.

1968 wurde die Volksschule in Gering geschlossen
und die Schüler mit Bussen zur neuen Mittelpunktschule
nach Mertloch gefahren.

Die Gemeinde konnte in diesem Jahr durch Kauf und Tausch
(während der Flurbereinigung)
einen neuen Friedhof außerhalb des Ortes
und einen Sportplatz ausweisen lassen.

1969 waren die enge Ortsdurchfahrt und der steigende
Verkehr Gründe genug,
Verhandlungen mit Anliegern aufzunehmen,
um in den folgenden Jahren durch eine Umgehungsstraße,
den Verkehr im Ort zu entlasten.

1972 entstand das Gemeindehaus mit Wartehalle,
Feuerwehrschuppen und Sitzungssaal.

1998Umbau_0001
1998
  wurde das Dorfgemeinschafthaus aufgestockt
und es entstand ein Versammlungs- und Veranstaltungsraum
für die Geringer Bürge
rinnen und Bürger.

Gestaltung_3
Schnelle Schranke_1

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1980 begann der Ausbau des neuen Friedhofes
1983 konnte auch die Friedhofkapelle eingesegnet werden.

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1994 Der Kindergarten wurde eröffnet.
In Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Kollig wurde ein
Zweckverband KiTa Gering-Kollig gegründet und der Kindergarten in Kollig gebaut.

Kindergarten_2009_1

 

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Durch den Bevölkerungszuwuchs wurden auch in Gering
nach und nach Neubaugebiete erschlossen.

1970 ff Gartenstraße

1993 – 1996 Finkenweg

2007 – 2008 Amselweg


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